Unsere Familie lebt im Pillerseetal, das – auf der Grenze zwischen Tirol und Salzburg – in der Region Kitzbüheler Alpen liegt. Das Tal gilt als das schneereichste Tirols, wodurch es den Spitzname „Schneeloch“ bekam. Ich fand den Namen ziemlich lustig und beschloss, ihn für meine Website und andere Social-Media-Kanäle zu „klauen“.

Wir leben aber nicht nur im schneereichsten Tal. Unser Dorf – Hochfilzen, hat zudem den Ruf das schneereichste, dauerhaft besiedelte Dorf Tirols zu sein.

Das Schneereichste Dorf Im Schneereichsten Tal

Laut einer Studie des Skitourismusforschers Günther Aigner, bei der die Messdaten der letzten 30 Jahre herangezogen wurden, hat das Pillerseetal die größten Schneehöhen Tirols aufzuweisen. In den Wintersaisonen 1983/1984 bis 2012/2013 fielen im Pillerseetal im Jahresdurchschnitt 517 Zentimeter Schnee bei einer Schneehöhe von 111 Zentimetern.

Garten ohne Schnee
Beide Bilder von der Wintersaison 2012/2013 – der extremste Winter den ich hier (bis jetzt) erlebt habe: insgesamt 709 cm Neuschnee (274 cm im Dezember, 435 cm im Jänner)
Garten mit Schnee
Die Spitze des Daches lag auf 250 cm – einige Tage nach dem Entstehen dieses Bildes war die gesamte Konstruktion durch Schnee bedeckt.

Wie bereits erwähnt, es gibt das Tal und dann gibt es Hochfilzen: beeindruckende 617 cm Neuschneemengen und 134 cm Schneehöhe. Im Durchschnitt ist Hochfilzen im Winter 143 Tage lang mit Schnee bedeckt. Die Leute scherzen manchmal, das Hochfilzen nur zwei Jahreszeiten hat – Winter und die Zeit wo auf den Winter gewartet wird.

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Das Fußballfeld – das Tor schaut gerade noch über den Schnee raus

Ein Vergleich Mit Einer Anderen Extrem Schneereichen Region

Das Dorf Obertilliach in Osttirol, das auf 1.400 Meter Seehöhe liegt, verzeichnet im gleichen Zeitraum durchschnittlich 388 cm Neuschnee, die Schneehöhe liegt bei 93 cm. Das ist sogar deutlich weniger als in unserem Nachbarort Fieberbunn, dort sind es 471 cm Neuschnee bei einer durchschnittlichen Schneehöhe von 109 cm.

Geschätzt Und Willkommen

Der Tourismus, im Sommer aber vor allem im Winter, ist ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich. Riesige Schneemengen sichern Arbeitsplätze und sind ein Garant dafür, dass gut besuchte Veranstaltungen wie die berühmten Hahnenkamm Rennen in Kitzbühel sowie der Biathlon Weltcup in Hochfilzen stattfinden können.

Aber auch die Freizeitgestaltungen sind endlos – von den klassischen Sportarten wie Skifahren, Langlaufen und Snowboarden über Schneeschuhwandern bis hin zum Fahren mit dem E-Fatbike im Schnee. Es gibt wirklich keinen Grund, sich langweilen zu müssen.

Es gibt aber auch ein paar Schattenseiten, vor allem wenn Frau Holle innerhalb kürzester Zeit extreme Schneemengen fallen lässt – wie wir es zuletzt in der Wintersaison 2018/2019 erlebt haben. Vom 29. Dezember 2018 bis zum 14. Januar 2019 fielen sage und schreibe 451 cm Schnee vom Himmel.

Um mit der Räumung dieser enormen Mengen von Einfahrten, Eingängen und Dächern Schritt halten zu können, sind viele Stunden Schaufeln und Schneeräumen angesagt. Dies war auch der erste Winter, wo ich nicht zur Arbeit fahren konnte. Die Straßen waren zum Teil wegen Lawinegefahr gesperrt und auch die Österreichische Bahn hatte den Schienenverkehr in der Region eingestellt.

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Hier braucht man keine Vorhänge

Zum Glück Haben Wir Noch Echte Winter

Die Nachteile können die Vorteile eines tollen Winters jedoch nicht einmal ansatzweise aufwiegen – auch wenn man hin und wieder flucht, wenn es zum dritten oder vierten Mal an diesem Tag Schnee schaufeln heißt. Wir erleben noch Winter, wie es den meisten Menschen nur von Fotos oder aus Dokus kennen. Und dafür kann und soll man dankbar sein.

In diesem Sinne: Vielen Dank für Ihren Besuch!

I am a photography and videography enthusiast, capturing moments to create memories with my camera and my drone as a hobby. When I'm not taking pictures, filming videos or editing them, I like to go hiking, biking and shoot some arrows in the beautiful nature of the Austrian Alps. The name "snowhole" refers to the area we live, as it is considered the snow-richest, permanently settled valley in Austria.

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